G36 – No Escape / Black Mass

Der erste Plattenkauf in 2019 haut richtig gut rein. Nach dem Klick erfahrt ihr, warum ihr euch die neue Scheibe auf Hotline Recordings nicht entgehen lassen solltet.

Das Bristoler Label sorgt schon seit einigen Jahren für mächtige Tunes und Sounds, die vor allem anders klingen und genreübergreifend sind, sich auch mal etwas trauen. Mir gefällt dieser Sound sehr gut. Über die japanische Produzenten Crew, die vor kurzem erst mit zwei Releases auf The Bug’s Label Pressure für Aufsehen sorgten, ist momentan nocht nicht viel bekannt. Der Sound spricht für sich, ist ziemlich roh, brutal aber auch klar. Auf dem Debut bei Hotline Recordings warten zwei neue Tracks (oder soll ich sie lieber Bomben nennen?!) darauf, Soundsysteme an ihre Grenzen zu bringen. Ähnlich martialisch wie der Name der Crew, G36, kommt auch das von Tape Echo designte Artwork, was mich schon rein optisch zum Kauf animierte. Aber kommen wir zur Musik, die hat mich nämlich auf den ersten Eindruck ziemlich weggeblasen. Auch beim zweiten Durchhören bleibe ich vor allem auf der A-Seite kleben. Die Bassbin Attacken auf No Escape dominieren den Track und machen ihn so mächtig. Klingt als würden The Bug, Prince Jammy und Gorgon Sound in einem Atomschutzbunker jammen. Im Hintergrund grollen unheilsverkündete Sirenen, während hier und da Sounds durch Effektschleifen getragen werden. Ich bin süchtig. Black Mass rummst ähnlich rein, hat aber einen ruhigeren Grundton und haut nicht sofort auf die Zwölf. Eine Art Atmosphäre versucht sich zu bilden, während der Track im Laufe der Spielzeit von einem Dancehall zu einem Stepper Vibe wechselt. Interessant.

Die mysteriösen Japaner von G36 haben mit ihrem Release auf Hotline Recordings ein Statement abgeliefert. Ich kann es kaum erwarten, diese Tunes auf einem ordentlichen System zu spielen.

Die Platte sollte es in den nächsten Tagen beim Plattenhändler des Vertrauens geben. Wartet nicht zu lange, denn es wurden nur 500 Stück gepresst.

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