Al Wootton – Witness

Al Wootton hat nach ’ner Handvoll dicker 12″es, überraschenderweise eine ganze LP veröffentlicht.

Einigen von euch wird Al Wootton als Deadboy bekannt sein. Seit letztem Jahr hat der Mann mit neuem Alter Ego ein neues Label gegründet und veröffentlicht, meist selbst produzierte Mucke, in regelmäßigen Abständen.  Al hat mich seit der TRULE 001 für sich gewonnen und erwartungsvoll freu ich mich auf neuen stuff des begnadeten Produzenten. Nach der kürzlich auf Zam Zam Sounds erschienenen 7“ Platte, kommt nun überraschend eine ganze LP mit Al Wootton Tunes heraus. 

Verwurschtelt wird dabei so ziemlich alles, was Soundsysteme in den letzten Dekaden zum Wackeln gebracht hat (vornehmlich UK Styles). Dabei hinterlässt Al immer wieder seine eigene Note, welche sehr gut gefällt. Wer die vorherigen Releases auf Trule verfolgt hat, kennt wahrscheinlich den massiven Mix aus Jungle Breaks, Garage, 2-Step, Dub, Grime, Dubstep und Electro. Und genau so geht es im Grunde auf der Witness betitelten LP weiter. Die treibende Bass Mischung bringt sofort den Kopf zum Nicken und man bekommt Laune auf eine dicke Session. Der Sound an sich versprüht viel Clubatmosphäre, welche durch kleine Übergänge und Echos zwischen den Tunes unterstützt wird. Dabei gibt es immer wieder kleinere Verschnaufpausen, so dass man die LP ganz gut durchhören kann, ohne auf einen bestimmten Track zu skippen. Auch die Produktionen entwickeln sich im Verlauf der Spielzeit, was Witness zu einem kurzweiligen Erlebnis macht. An manchen Stellen verbreitet die Platte einen Vibe von Zomby’s Where Were U In 92.

Leider erreichen die Produktionen für mich selten eine Qualität der 12″ Releases, als großes Ganzes betrachtet und wie man eine LP auch hören bzw. bewerten sollte, ergibt Witness jedoch sehr viel Sinn und ist eine klare Empfehlung an alle Freunde der oben genannten Genres.

Order Al Wootton – Witness at Hardwax

 

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