Midnight Riders Meets The Naram Rhythm Section

Wir haben mal das Midnight Riders Album gecheckt!

Winston Powell aka Midnight Riders ist seit Anfang der 1980er in der jamaikanischen Dancehall unterwegs. Auf dem neuseeländischen Label Red Robin Records kommt nun sein Debut Album heraus, welches uns hier ziemlich weggeblasen hat.

Naram’s Sound lieben wir seit dem March Of The Gremlins Album, welches vor einiger Zeit auf Jahtari erschien und seitdem regelmäßig von uns gespielt wird. Nach dem Launch des eigenen Labels Red Robin in 2017 verfolgen wir jedes Release mit Spannung (please another Red Robin tape!!!). Dabei gefielen vor allem die Kollabos mit Midnight Riders. Die smoothe Stimme und nicen Texte Winston’s harmonieren perfekt mit Naram’s digitalen Reggae und Dancehall Sound. Wie gut das auf Albumlänge funktioniert, konnte man bis dato nur erahnen.

Nun hat sich dieser Wunsch in einem Vinyl LP Release manifestiert. Neben zwei bisher bekannten Tunes (Bobby Was A Gangster und Jealous Woman), gibt es auf der Midnight Riders Meets The Naram Rhythm Section betitelten LP acht neue Original Tunes, welche in einem Zeitraum von fünf Jahren entstanden sind. Naram’s Riddims grooven wie Sau und lassen einem augenblicklich ein Grinsen ins Gesicht zaubern, gefolgt von straightem Kopfnicken. Wenn dann Winston’s Gesang beginnt, ist erstmal alles vorbei. Tief durchatmen und reeewind. Yardie Skannking macht sofort Bock auf das Album und die Qualität wird durchweg gehalten. Uns gefallen hier vor allem auch die Texte, welche fernab von Rasta Chants, das tägliche Leben eines Yardie’s in Jamaika beschreiben. Midnight Riders nimmt uns mit auf Reggae Sessions, singt vom geliebten weiblichen Geschlecht, über Kumpels die kriminell werden und klagt bestehende Systemstrukturen und Politricks an. Natürlich wird es auch mal spiritueller, wie auf Champions Of The Music. Durch die textliche Vielseitigkeit hört man gerne auf den Inhalt und skippt nicht auf die Dubs, die hier leider nicht enthalten sind. Dass Naram auch hammer Versions mixt, wissen wir und hoffen hiermit auf eine Dub Version des Albums. 

Endlich mal wieder eine Reggae LP, welche durchgängig Spaß macht. Schade nur, dass ich ziemliche Schwierigkeiten hatte, eine Kopie zu bekommen. Denn in keinem europäischen Shop oder Distro hab ich das Album gefunden. Auf Discogs hatte ich dann Glück, eine zu ergattern. Denn nicht nur musikalisch macht das Release was her. Das megacoole Artwork kommt vom mexikanischen Künstler Shemo und rundet die Scheibe ab. 

Ich hoffe, es gibt nen Repress bzw. findet die Platte hoffentlich noch  ihren Weg nach Europa. Ansonsten könnt ihr das Album auf Bandcamp streamen und digital erwerben. 

Eine klare Empfehlung an alle 80s Digital Reggae Fans, die mal wieder ne ganze LP durchfeiern wollen. 

Order Midnight Riders Meets The Naram Rhythm Section at Bandcamp 

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