Undefined – Defined Riddim

Wie sehr haben wir uns auf eine neue Khaliphonic Platte gefreut. Nun ist sie endlich da und ĂŒbertrifft alle Erwartungen, aber lest selbst 😉

Die nun fĂŒnfzehnte Khaliphonic hat ganz schön auf sich warten lassen. Die aktuelle Situation der Vinylproduktion macht eben auch nicht vor’m Lieblingslabel Halt… Nun ist Vorfreude bekanntlich die schönste Freude und umso grĂ¶ĂŸer war diese als die Platte dann endlich ankam.

Die neueste Scheibe vom Zam Zam Sounds Schwesterlabel kommt vom japanischen Ausnahmeduo Undefined und bildet deren erstes Album. Die beiden konnten mich mit ihrem meditativ deepen Sound schon seit lĂ€ngerem in ihren Bann ziehen. Auf Undefineds eigenem Label Newdubhall wurden nĂ€mlich mit der 7“ After Effect/Quiet Flame und der 10“ New Culture Days bereits zwei sehr besondere Platten gedroppt. Auch die Kollabo mit Rider Shafique, welche 2019 auf Zam Zam Sounds erschien, konnte voll ĂŒberzeugen. Nun kommt das erste Album, welches 8 Tracks umfasst und eine Bonus 7“ bereithĂ€lt. Wie der Titel der LP, Defined Riddim, verrĂ€t, ist der Sound des japanischen Duos gewachsen, hat sich definiert, wie man bereits auf dem immensen ersten StĂŒck Victims heraushört. Die zuvor undefinierte Klangsymbiose aus Dub, Techno, Ambient, Jazz und Roots verschmilzt nun zu einem eigenen großen Sound, der im LP Format richtig reinhaut. Victims kommt mit mĂ€chtigen Lyrics von Paul St Hilaire, den ich sehr schĂ€tze, und ist ein langsam groovendes StĂŒck, das gekonnt Dub (Techno) Elemente mit Roots-orientierten Drums kombiniert und somit einen richtigen Hit abliefert. Es folgt eine heftige Dub Version, die nochmal um einiges tiefer grĂ€bt. Auch dĂŒrfen wir uns ĂŒber After Effect freuen, das ja schon auf 7“ erschienen ist – ein StĂŒck Dub Ambient, welches mich damals schon sehr beeindruckte und vor allem im LP Kontext derbe gut funktioniert. Auch das steppigere Second Floor kommt genau richtig. Die B-Seite hĂ€lt weitere Highlights bereit. Es folgen drei treibendere Tracks, u.a. die bereits erwĂ€hnte Rider Shafique Kollabo. Das vermeintlich letzte StĂŒck der Platte bietet ein besonderes Klangerlebnis. Der vibige Riddim auf Untitled wird nĂ€mlich von einem grandiosen Pianospiel begleitet und zeigt abermals die Bandbreite des Sounds von Undefined. Ziemlich begeistert lehnte ich mich zurĂŒck. Bereit, die Platte nochmal zu spielen, erkannte ich, dass da ja noch ’ne 7“ dabei ist. Into The Light ist eine super Roots Interpretation im eigenen Undefined Style und kommt mit nicht ganz so ĂŒberzeugenden Vocals von Ras Dasher. Auf der B-Seite gibt’s ne passende Dub Version. Ich wĂŒrde die 7“ eher als nette Zugabe sehen, da sie dem deepen Vibe der LP nicht wirklich gerecht werden kann. On top gibt es natĂŒrlich wieder ein sehr gelungenes Artwork von Tracy aka Polygon Press. Essential!

Fans von Zam Zam Sounds und Khaliphonic werden die Platte wahrscheinlich eh schon haben. Allen anderen kann ich Defined Riddim nur aus vollem Herzen empfehlen, ihr werdet es nicht bereuen 😉 

Order Undefined – Defined Riddim LP + 7“ at HHV

Text: Dubby T.

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