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Im Gespräch mit Nomad (Mada, Yous & Ganga) [EN/DE]

Jules hat mit den sympathischen Leuten von Nomad gesprochen.

Das Gespräch wurde auf Englisch geführt und wurde im Nachhinein ins Deutsche transkribiert. Im Folgenden findet ihr beide Versionen.

[ENGLISH VERSION]

Jules: For the ones that might not know you, could you introduce yourself and your work?

Nomad: We are Nomad, a trio made up of a singer, a dubmaker, and a saxophonist. Our influences range from reggae, soul, dub, to dubwise. Through our selections, productions, and live performances on sound systems, we aim to create an authentic atmosphere carried by musicality, live energy, and the strength of the message.We use music as a tool for committed expression, to create spaces for reflection, sharing, and kindness.

Was there a key moment that brought you on the track of reggae music?

Yes, definitely. The Dub Camp and the Dub Clubs in Nantes, organized by Getup, as well as our involvement in associations committed to the sound system movement, were pivotal and deeply inspiring. The powerful bass, the vibrant atmosphere, the connection between people, the flowing energy, the strength of the lyrics… It wasn’t just a music genre—it was a powerful experience and a real space of freedom.

What still binds you to this genre?

Above all, sharing. Every session, every production is an opportunity to convey a message. It’s also a constant learning journey: about the culture, about sound, and about ourselves. Reggae, dub, and sound system culture continue to inspire us because they bring people together.

Is it hard for you sometimes to keep up your vision and your work?

Yes, of course. It’s not always easy to make an impact in a world that often values money over life, where you can feel powerless in the face of all kind of violence. There can also be tensions between crews, but we always manage to find cohesion. Those moments of connection give us strength and renew our desire to
learn and grow.

Are there any developments in the reggae and soundsystem scene that you dislike or hope that it might change? Any developments you like?

We sometimes regret a loss of meaning at certain events where dance, kindness, and togetherness are not a priority for some of the crowd. However, we’re also very inspired by the vitality of the movement: young crews building their systems, collectives organizing increasingly high-quality festivals and events, deeply committed volunteers, and a loyal audience. We’re especially happy to seegrowing diversity among the crowd: different generations and cultures coming
together and enriching the events.

Is there a musical plan for the future? Any dream that you always wanted to realize?

Yes, several. We’re currently working on new projects that we hope will affirm our artistic direction. One of our biggest dreams is to go fully live and to organize an event from A to Z—from musical creation to its broadcasting, including scenography and production. We’d also love to build stronger connections between local collectives: encouraging unity, knowledge sharing, and collaboration within the scene.Traveling, uniting, and continuing to give back to this sound system culture that makes us vibrate so deeply. We are extremely grateful and privileged to live these moments—thank you to everyone who walks with us and supports us.

[GERMAN VERSION]

Jules: Für diejenigen, die euch vielleicht noch nicht kennen – könntet ihr euch und eure Arbeit kurz vorstellen?

Nomad: Wir sind Nomad, ein Trio bestehend aus einer Sängerin, einem Dubmaker und einem Saxophonisten. Unsere Einflüsse reichen von Reggae, Soul, Dub bis hin zu Dubwise. Durch unsere Selections, Produktionen und Live-Auftritte auf Soundsystems möchten wir eine authentische Atmosphäre schaffen, getragen von Musikalität, Live-Energie und der Kraft der Botschaft. Wir nutzen Musik als Mittel des engagierten Ausdrucks, um Räume für Reflexion, Austausch und Herzlichkeit zu schaffen.

Gab es einen Schlüsselmoment, der euch zur Reggae-Musik gebracht hat?

Ja, definitiv. Das Dub Camp und die Dub Clubs in Nantes, organisiert von Getup, sowie unser Engagement in Vereinen, die sich der Soundsystem-Bewegung widmen, waren entscheidend und zutiefst inspirierend. Die kraftvollen Bässe, die lebendige Atmosphäre, die Verbindung zwischen den Menschen, die fließende Energie, die Stärke der Texte… Es war nicht einfach nur ein Musikgenre – es war eine kraftvolle Erfahrung und ein echter Freiraum.

Was hält euch heute noch an diesem Genre fest?

Vor allem das Teilen. Jede Session, jede Produktion ist eine Gelegenheit, eine Botschaft zu vermitteln. Es ist auch eine ständige Reise des Lernens: über die Kultur, über Sound und über uns selbst. Reggae, Dub und die Soundsystem-Kultur inspirieren uns weiterhin, weil sie Menschen zusammenbringen.

Fällt es euch manchmal schwer, eure Vision und eure Arbeit aufrechtzuerhalten?

Ja, natürlich. Es ist nicht immer einfach, in einer Welt Wirkung zu erzielen, die oft Geld über das Leben stellt, in der man sich angesichts verschiedenster Formen von Gewalt machtlos fühlen kann. Es kann auch Spannungen zwischen Crews geben, aber wir schaffen es immer wieder, Zusammenhalt zu finden. Diese Momente der Verbundenheit geben uns Kraft und erneuern unseren Wunsch zu lernen und zu wachsen.

Gibt es Entwicklungen in der Reggae- und Soundsystem-Szene, die ihr nicht mögt oder von denen ihr hofft, dass sie sich ändern? Und welche, die ihr mögt?

Manchmal bedauern wir einen Verlust an Sinn bei bestimmten Veranstaltungen, bei denen Tanz, Herzlichkeit und Miteinander für einige Besucher*innen keine Priorität haben. Gleichzeitig sind wir aber auch sehr inspiriert von der Lebendigkeit der Bewegung: junge Crews, die ihre eigenen Anlagen bauen, Kollektive, die immer hochwertigere Festivals und Events organisieren, tief engagierte Freiwillige und ein treues Publikum. Besonders freut uns die wachsende Vielfalt im Publikum: verschiedene Generationen und Kulturen, die zusammenkommen und die Veranstaltungen bereichern.

Gibt es musikalische Pläne für die Zukunft? Einen Traum, den ihr euch immer schon erfüllen wolltet?

Ja, mehrere. Wir arbeiten aktuell an neuen Projekten, die unsere künstlerische Ausrichtung weiter festigen sollen. Einer unserer größten Träume ist es, komplett live zu gehen und eine Veranstaltung von A bis Z selbst zu organisieren – von der musikalischen Kreation über die Ausstrahlung bis hin zur Szenografie und Produktion. Außerdem möchten wir die Verbindungen zwischen lokalen Kollektiven stärken: Einheit fördern, Wissen teilen und die Zusammenarbeit innerhalb der Szene intensivieren. Reisen, verbinden und weiterhin etwas zurückgeben an diese Sound System-Kultur, die uns so tief berührt. Wir sind extrem dankbar und fühlen uns privilegiert, diese Momente erleben zu dürfen – danke an alle, die diesen Weg mit uns gehen und uns unterstützen.

(Übersetzt durch KI)

Das Interview wurde von Kilo Jules geführt

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